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Das Norwegische Gletschermuseum ist landesweit führend bei der Vermittlung von Wissen über Gletscher und Klima. Auf unterhaltsame.

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Naturreservat Bøyaøyri

Das Delta Bøyaøyri in Fjærland wurde im Jahr 1991 als Naturreservat unter Schutz gestellt.

Naturreservat Bøyaøyri


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Das Delta Bøyaøyri in Fjærland wurde im Jahr 1991 als Naturreservat unter Schutz gestellt. Das Schutzgebiet umfasst ca. 230.000 m². Davon sind etwa 94.000 m² Landfläche.


Das Flussdelta

Luftbild des Deltas Bøyaøyri. Die Grenzen des Naturreservates sind rot eingezeichnet (Foto: Fotonor).

Luftbild des Deltas Bøyaøyri. Die Grenzen des Naturreservates sind rot eingezeichnet (Foto: Fotonor).

Im Bereich des Deltas Bøyaøyri mischen sich das Süßwasser des Flusses und das Salzwasser des Fjords. Solche Brackwasserdeltas zählen zu den Gebieten mit der höchsten Biomasseproduktion Norwegens.


Flussdeltas sind stark gefährdete Ökosysteme. Sie nehmen in Norwegen zwar nur kleine Flächen ein, haben aber große Bedeutung, u. a. als Rast- und Brutgebiete für Zugvögel. Außerdem weisen sie eine Vielzahl besonderer Pflanzen auf. Flussdeltas sind stark menschlichen Eingriffen ausgesetzt, da sie sich oft in der Nähe von Ballungszentren befinden und gut als Bauland oder Industriestandort geeignet sind. In vielen der westnorwegischen Fjorde wurden die Flussdeltas bereits ausgebaut oder kultiviert. Ihr Wert als Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist dabei mehr oder weniger verloren gegangen.

Auf dem Bøyaøyri sind viele der ursprünglichen Formen intakt, z. B. alte Flussläufe und schmale Buchten. Allerdings wurde der Mündungsbereich des Gletscherflusses verändert, so dass sich das "alte" Delta nicht mehr weiter entwickelt. Die Flusssedimente lagern sich nun etwas weiter draußen im Fjord ab, wo sie ein neues Delta aufbauen werden.

 

Schutzbestimmungen

Im Naturreservat gelten folgende Regeln:

Sämtliche Vegetation im Wasser und auf dem Land steht unter Schutz und darf nicht beschädigt oder zerstört werden. Es dürfen keine neuen Pflanzen eingeführt werden.

Sämtliche wildlebenden Tiere und ebenso ihre Winterlager, Nester und Eier, sowohl auf Land als auch im Wasser, stehen unter Schutz und dürfen nicht beschädigt, zerstört oder durch unnotwendige Unruhe gestört werden. Das Jagen, Fallenstellen und der Gebrauch von Schusswaffen sind verboten. Hunde müssen an der Leine gehalten werden. Es dürfen keine neue Tiere eingeführt werden.

Alle Maßnahmen, die zur Veränderung der natürlichen Bedingungen führen, sind verboten, so z. B. das Erstellen von Bauwerken, das Lagern von Booten, Campingwagen und Wohnmobilen, das Verlegen neuer Leitungen, Straßenbaumaßnahmen, das Trockenlegen von Areal, die Entnahme von Boden- und Steinmaterial, das Aufbringen von Füllmasse, das Planieren von Areal, die Lagerung von Massen aller Art, die Verunreinigung, das Deponieren von Abfall und der Gebrauch chemischer Mittel.

Es ist verboten, im Naturreservat zu campieren, zu zelten und Tarnvorrichtungen zur Vogelbeobachtung aufzustellen.

Motorisierter Verkehr zu Wasser und Land sowie Tiefflüge unter 300 m Höhe sind verboten. Dies gilt auch für Modellflugzeuge und -schiffe. Das Windsurfen ist ebenfalls verboten.

Im Naturreservat ist sämtlicher Verkehr in der Zeit vom 1. April bis einschließlich 1. August verboten.

Austernfischer.

Austernfischer.

Vögel

Insgesamt wurden auf dem Bøyaøyri 100 verschiedene Vogelarten registriert. Etwa 40-50 Arten sind direkt oder indirekt abhängig von Feuchtgebieten, u. a. bei der Nahrungssuche. Beispiele sind Graureiher, Stockente, Krickente, Europäische Pfeifente, Wandervögel wie Europäischer Austernfischer, Meerstrandläufer, Alpen-Strandläufer und Kampfläufer. Arten wie Star, Bachstelze, Wacholderdrossel, Rotdrossel und Wiesenpieper halten sich im Feuchtgebiet auf, brüten jedoch in der Umgebung.

Das Bøyaøyri ist für Enten und Watvögel von besonderer Bedeutung, in erster Linie als Rastplatz in Frühjahr und Herbst sowie als Überwinterungsgebiet. Stockente, Krickente und Europäische Pfeifente können besonders zahlreich im Frühjahr und Herbst auftreten. Außerdem können Bergente, Trauerente, Gänsesäger, Reiherente, Schellente und die selten vorkommende Tafelente angetroffen werden. Stockenten, Krickenten und Mittelsäger brüten im Naturreservat.

Von den Watvöglen sind Austernfischer, Kiebitz und Rotschenkel am zahlreichsten vertreten, zusammen mit Arten wie Großer Brachvogel, Bruchwasserläufer, Goldregenpfeifer und Bekassine. Viele der Watvögel verweilen nur während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst auf dem Bøyaøyri. Austernfischer, Kiebitz, Rotschenkel, Flussuferläufer und Bekassine brüten darüber hinaus im Naturreservat.

Tabelle Vogelarten hier.